Instrumental | Konzert

Hommage an Hans Werner Henze - Bremer Schlagzeugensemble

Sa., 27.06.2026 | 19:30 - 21:30

Kulturkirche St. Stephani Bremen | Stephanikirchhof 8, 28195 Bremen

Hommage an Hans Werner Henze - Im Andenken an seinen 100. Geburtstag

Es erklingt Henzes Meisterwerk „Five Scenes from the Snow Country" (1978) für Marimba solo, außerdem Auftragskompositionen von

Danielle Lurie (*1994): "Das Leben eines Dorfbachs" (2026) - Uraufführung - für Schlagzeug Quartett

Jan Müller Wieland (*1966): "Sleeping Kings" (2026) - Uraufführung - für Schlagzeug Quartett

Ying Wang (*1976): "Orpheus Laughs in the Snow" (2026) - Uraufführung - für Schlagzeug Quartett

Detlef Heusinger (*1956): "grau-glashell-getragen" (2026) - Uraufführung - für Schlagzeug Quartett    sowie

Benjamin Lang (*1976): "Old Man of Hoy" (2022) - für Schlagzeug Quartett

Die Ausführenden: Bremer Schlagzeugensemble - Hsin Lee, Olaf Tzschoppe, Benjamin Malcolm, Vania Calvil.

Eintritt: 18 / 11 Euro – mit Bremen-Pass: 6 Euro

Tickets erhalten Sie bei Nordwest Ticket unter 0421 / 36 36 36 oder 0441 / 99 88 77 66, bei allen angeschlossenen NWT-Vorverkaufsstellen sowie unter www.nordwest-ticket.de. Außerdem im Evangelischen Informationszentrum "Kapitel 8", den Buchhandlungen Humboldt und Georg Büchner, in den Büros der Kulturkirche und an der Abendkasse. Vorbestellungen für die Abendkasse unter 0421-30 22 42.

Direkter link zum Vorverkauf: https://www.ticketmaster.de/event/62349772?language=de-de&camefrom=de_nordwest_shop_hp&brand=de_nwt&subchannel_id=10084

Die „Hommage an Hans Werner Henze“ würdigt einen der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Hans Werner Henze (1926–2012) schuf ein außergewöhnlich vielfältiges Œuvre, das Opern ebenso umfasst wie Orchesterwerke, Kammermusik, Lieder und Ballettmusik. Seine Musik zeichnet sich durch stilistische Offenheit, künstlerische Experimentierfreude und ein tiefes gesellschaftliches Engagement aus. Mit seiner Fähigkeit, unterschiedlichste musikalische Traditionen miteinander zu verschmelzen und zugleich eine unverwechselbare eigene Klangsprache zu entwickeln, prägte er die zeitgenössische Musik nachhaltig.

Anlässlich seines 100. Geburtstags präsentiert das Bremer Schlagzeugensemble ein sorgfältig kuratiertes Konzertprogramm, das nicht nur Henzes monumentales Werk in den Mittelpunkt stellt, sondern auch dessen fortdauernde Relevanz für die Gegenwart beleuchtet. Im Zentrum des Abends steht „Five Scenes from the Snow Country“ (1978) für Marimba solo, ein Werk von besonderer klanglicher Intensität und atmosphärischer Dichte, das als Herzstück des Programms fungiert. Um dieses Werk gruppieren sich vier Uraufführungen zeitgenössischer Komponist:innen verschiedener Generationen: Danielle Lurie (*1994), Ying Wang (*1976), Jan Müller-Wieland (*1966) und Detlef Heusinger (*1956). Zwei von ihnen waren direkte Schüler Henzes, während die beiden anderen der nachfolgenden Generation angehören. Diese Konstellation eröffnet spannende Perspektiven auf sein kompositorisches Erbe und macht deutlich, wie sein Einfluss bis in die Gegenwart hineinwirkt. Den Abschluss des Abends bildet „Old Man of Hoy“ (2022) von Benjamin Lang (*1976), ebenfalls für das Bremer Schlagzeugensemble komponiert. Lang studierte unter anderem bei Adriana Hölszky, die ihrerseits stark durch Hans Werner Henze gefördert worden war. Dadurch wird auch hier eine künstlerische Linie sichtbar, die mehrere Generationen miteinander verbindet. Das Konzert eröffnet so einen lebendigen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart und zeigt eindrucksvoll, wie Henzes musikalisches Denken weiterwirkt, reflektiert und in neuen Kontexten fortgeschrieben wird. In diesem Konzert werden Werke präsentiert, die speziell für das Ensemble in einer originären Quartett Besetzung komponiert wurden, mit Ausnahme von Henzes „Five Scenes from the Snow Country“. Die Quartett Besetzung ist Teil des vom Ensemble initiierten Projekts Schlag>|<Art, das auf einem klaren und verbindlichen Aufbau basiert, der für alle beteiligten Komponisten gilt. Dieses konzeptionelle Fundament schafft einen gemeinsamen strukturellen Rahmen und eröffnet zugleich individuelle künstlerische Freiräume. So wird es möglich, die Vielfalt und Innovationskraft der zeitgenössischen Schlagzeugmusik aus unterschiedlichen Perspektiven zu erkunden und gleichzeitig die spezifischen klanglichen, rhythmischen und räumlichen Möglichkeiten des Ensembles in konzentrierter Form zur Geltung zu bringen.

Das Bremer Schlagzeugensemble unter der künstlerischen Leitung von Olaf Tzschoppe widmet sich intensiv der Zusammenarbeit mit Komponist:innen. Zahlreiche Uraufführungen und deutsche Erstaufführungen prägen seine Arbeit, viele davon entstanden im Rahmen des vom Ensemble initiierten Projekts Schlag>|<Art – ein Teil dieser Werke ist inzwischen bei Edition Gravis verlegt. Neben der engen Kooperation mit zeitgenössischen Komponist:innen präsentiert das Ensemble auch Klassiker der Moderne wie Toru Takemitsu, Luigi Nono, Iannis Xenakis, György Ligeti und George Crumb. Thematische Programme und multimediale Projekte – etwa in Between (Mode/Musik/Design) – erweitern sein künstlerisches Profil. Ein besonderes Anliegen ist die Förderung junger Schlagzeuger:innen und Komponist:innen: Das Ensemble initiiert Workshops, wirkt in Residenzen bei Kompositionsklassen und arbeitet mit Komponistenverbänden zusammen. Konzertreisen führten es in zahlreiche europäische Länder sowie nach Südamerika. Mit „Schlag>|<Art Vol. 1“ (2021) legte das Ensemble seine erste eigene CD vor; zudem ist es auf verschiedenen Produktionen des Labels NEOS zu hören.

Bremer Schlagzeugensemble

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Tim Günther - Musikdirektion

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28195 Bremen

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